Kranke Kinder
Kinder, die krank sind, können die Eltern manchmal an den Rand der Erschöpfung bringen. Dies beginnt schon im Baby Alter. Wenn die Kleinen ihre Zähnchen bekommen, ist dies zwar keine Krankheit; dennoch begleiten Symptome, wie Fieber, das Zahnen. Schmerzen haben die Kinder obendrein, kein Wunder also, dass die Nächte zum Tag werden, und manche Mutter oft Tage lang nicht richtig zum Schlafen kommen. Mehr als Kühlen und vielleicht ein homöopathisches Mittel verabreichen kann man nicht; eventuell helfen auch Globuli oder ein fiebersenkender Saft, wenigstens gegen die hohe Temperatur. Man muss durchhalten; irgendwann sind die Zähne alle da, und wenigstens dieses unangenehme Kapitel ist erledigt.
Das nächste Thema sind die Kinderkrankheiten. Masern, Mumps und Röteln bekommen die Kinder, wenn sie sich damit anstecken. Ob eine Impfung immer sicheren Schutz bietet, ist ungewiss; immer wieder liest man von Erkrankungen, die trotz Impfung geschahen. Hat es die Kinder erwischt, leiden sie an den Begleiterscheinungen der Krankheiten. Fieber, Pusteln und der damit verbundene Juckreiz, allgemeines schlechtes Befinden machen die Kinder matt und jämmerlich. Sie klagen, wenn sie nicht erschöpft schlafen, ihr Leid jedem, der es hören kann, vor allem natürlich den Eltern. Haben Kinder Fieber, sollte man sie nicht in ihren Hochbetten schlafen lassen; viel zu schnell passiert etwas.
Es reicht schon eine Erkältung, um aus lebhaften kleinen Lausejungen oder kleinen Gören, schläfrige und leidende Kinder zu machen. Statt den ganzen Tag die Eltern durch munteres Geplapper auf Trab zu halten, und den einen oder anderen Streich zu probieren, liegen sie herum, haben Beschwerden und können sich kaum auf den Beinen halten, und sei es nur, um eine Tasse Tee zu trinken. Nun brauchen sie die volle Liebe der Eltern, die auch einmal tröstende Worte hören lassen. Das Fieber muss gesenkt werden; ebenso muss man darauf achten, dass die Kinder immer genug trinken. Trocknen sie aus, können Folgeerkrankungen auftreten. Ein Besuch beim Arzt sichert ab; lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig, so lautet hier die Devise.
Haben sich die Kinder einen Arm oder ein Bein gebrochen, ist es oft leichter, einen Sack Flöhe im Zaum zu halten, als den kleinen Patienten. Obwohl Ruhe verordnet ist, wollen sie toben und spielen; sie denken gar nicht daran, sich auf der Couch still zu halten. Erst, wenn dann das auf Krücken gehen zu anstrengend wird, wollen sie wieder umsorgt werden. Vor allem sehr lebhafte Kinder sind hier manchmal kaum zu bändigen und fordern von den Eltern vollen Einsatz.
