Der Hausbau
Das eigene Haus ist der Traum vieler Menschen. Doch es dauert oft Jahre, bis man sich diesen Traum erfüllen kann. Grund dafür sind vor allen Dingen die verschiedenen Stolpersteine, die einem in Sachen Finanzen in den Weg gelegt werden. Denn das Eigenheim ist eine sehr kostspielige Investition, deren Wert bei einigen Hunderttausend Euro liegt. Zunächst muss man also ein gewisses Eigenkapital angespart haben, welches man dann entsprechend für den Hausbau einsetzen kann.
Erst wenn das notwendige Eigenkapital zusammen ist, sollte man sich nach einem passenden Grundstück für den Bau umsehen. Dabei gilt es, einiges zu beachten, so sollte das Grundstück die richtige Lage aufweisen, dass man sich auch in vielen Jahren noch dort wohl fühlt. Denn ein Haus kauft man schließlich nicht für kurze Zeit, sondern man will über möglichst mehrere Jahrzehnte in diesem leben. Deshalb ist die Lage des Hauses entscheidend und man sollte ihr ausreichend Beachtung schon beim Kauf des Grundstücks schenken. So ist es wichtig, gleich für die Zukunft zu planen, will man Kinder, so sollte auf ausreichende Möglichkeiten zum Spielen mit diesen in der näheren Umgebung geachtet werden. Des Weiteren sollten Kindergärten und Schulen in unmittelbarer Nähe vorhanden sein.
Nachdem das passende Grundstück gefunden wurde, ist die Verhandlung mit der Bank zu führen. Besser wäre es sogar, die Finanzierung noch vor der Entscheidung für ein Grundstück zu vereinbaren. Man sollte dabei beachten, dass die Bank zunächst einmal das jeweilige Objekt schätzen wird. Denn nur so kann der Beleihungswert ermittelt werden, von dem maximal 60 Prozent über ein herkömmliches Bankdarlehen finanziert werden sollten. Bis zu diesem Betrag kann man davon ausgehen, dass die Bank noch recht niedrige Zinsen verlangen wird. Bei einer höheren Beleihung steigen automatisch auch die Zinsen, einfach aus dem Grunde, weil eine erstrangige Grundschuld nicht mehr möglich ist. Diese Differenz sollte deshalb mit einem Bauspardarlehen, das auch bei hohen Beleihungen noch sehr günstig angeboten wird, ausgeglichen werden. Zusätzlich kann man diverse Mittel von der KfW erhalten, die zinsgünstige Darlehen für den Erwerb selbst genutzten Wohneigentums vergibt.
Steht die Finanzierung, ist das Grundstück gekauft und man hat sich auch schon für ein Haus entschieden, kann es mit dem Bau los gehen. Dieser wird beim Massivhaus sicher mehr Zeit in Anspruch nehmen, als beispielsweise bei einem Fertighaus, allerdings erhält man mit dem Massivhaus meist auch gleich eine Unterkellerung, die im Preis mit inbegriffen ist. Nach einigen Wochen und Monaten der Bauzeit ist der Rohbau fertig gestellt, dann folgt das Richtfest. Der Bauherr wird auf dem Dach einen Trinkspruch aussprechen, die Bauherrin steht im Dirndl vor dem Haus und prostet ihm zu. Ein großes Fest wird veranstaltet und ein Ende der Bauarbeiten ist bereits in Sicht. Dennoch wird noch einige Zeit vergehen, bis man tatsächlich in sein Eigenheim einziehen kann. Denn erst müssen noch die Arbeiten beim Innenausbau erledigt werden.
Dabei unterscheidet man, ob man ein schlüsselfertiges Haus gekauft hat, bei dem sämtliche Innenarbeiten bereits bei Übergabe erledigt sind oder ob es sich um ein Ausbauhaus handelt. Bei letzterem, welches preislich deutlich niedriger liegt, als das schlüsselfertige Haus, müssen sämtliche Innenausbauten, wie die Bodenverlegung, das Fliesen, das Tapezieren und Streichen noch im Nachgang von den Bauherren selbst ausgeführt werden. Doch dies wurde alles schon vorab besprochen, sodass die künftigen Bauherren wissen, was auf sie zukommt. Dennoch sollte man bei der Abnahme des Hauses, egal ob als Ausbauhaus oder als schlüsselfertige Variante, besondere Obacht geben. Kleinere Baumängel beispielsweise sind für den Laien kaum zu erkennen. Ein Sachverständiger oder ein Gutachter, der bei der Abnahme mit dabei ist, kann diese Mängel aufdecken und man hat so die Chance, den Bauunternehmer zur Nachbesserung der noch bestehenden Mängel zu bringen. Deshalb sollte man einen solchen Experten in jedem Fall zu Rate ziehen, wenn es um die endgültige Abnahme des Baus geht.
