Kleidermotten bekämpfen, aber richtig

Kleidermotten kennt sicher ein Jeder. Sie sind ein extremes Ärgernis, insbesondere für neuwertige Kleider, die man gerade erst gekauft hat. Die Kleidermotten treten dabei in verschiedenen Arten auf, als Kleidermotte an sich, als Pelzmotte, Fellmotte, Korkmotte und Tapetenmotte. Die Motten sehen sich allesamt sehr ähnlich und sorgen für ähnliche Schäden.

So wird die Kleidermotte selbst etwa neun Millimeter lang und weist eine gelbliche bis weiße Farbe auf, die Pelzmotte erreicht dieselbe Größe. Bei der Fellmotte hingegen werden nur acht Millimeter erreicht, die Tapetenmotte hingegen wird bis zu 17 Millimeter groß. Sie lebt allerdings auf Fellen und tut sich nicht an Tapeten gütlich, selbst wenn der Name dies vermuten lässt. Die Korkmotte erhält ihren Namen aufgrund der Larven, die in Flaschenkorken leben. Häufig wird sie auch als Korkwurm bezeichnet.

Kleidermotten kommen das ganze Jahr über vor, man ist also nie vor ihnen geschützt. Die Weibchen legen bis zu 100 Eier, diese werden einzeln an verschiedenen textilen Stoffen abgelegt. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Larven, die komplette Entwicklung der Kleidermotten beträgt etwa drei Monate, je nach Umweltbedingungen, also Luftfeuchtigkeit, Futter und Temperatur. Die ideale Temperatur für die Kleidermotten liegt bei etwa 25° C. Sobald Textilien von Kleidermotten befallen wurden, erkennt man dies an feinen Gespinströhren, mit denen die Stoffe durchzogen sind. Diese erschweren auch die Bekämpfung, da man nur schwerlich an die Kleidermotten heran kommt. Das Ergebnis, welches diese Tierchen hinterlassen, zeigt sich in völlig durchlöcherten Textilien.

Wer Kleidermotten bekämpfen will, findet dazu eine reichhaltige Auswahl unterschiedlichster Produkte im Fachhandel. Dabei kann man jedoch einiges tun, um den Befall von vornherein vorzubeugen. Denn durch die schleichend entstehenden Schäden, die die Kleidermotten hinterlassen, werden sie oft erst zu spät entdeckt. Vorbeugen kann man durch eine regelmäßige Kontrolle der gelagerten Kleider, ebenso wie durch die Lagerung in kühlen und trockenen Schränken. Ebenfalls hilft es, wenn man Duftsäckchen einsetzt. So mögen die Kleidermotten den Lavendelduft nicht, ebenso reagieren sie allergisch auf Kampfer und werden schnell Reißaus nehmen. Die handelsüblichen Mottenkugeln, mit denen man Kleidermotten bekämpfen, bzw. von vornherein fernhalten kann, sind ebenfalls ein sinnvolles Mittel, um das Getier los zu werden.

Es bieten sich also unzählige Möglichkeiten, um die Kleidermotten mit einem geringen Aufwand zu bekämpfen. Dabei muss man nicht in jedem Fall einen Fachmann zu Rate ziehen, sondern kann sich oftmals schon selbst behelfen, indem man einfach die handelsüblichen Mittel einsetzt. Des Weiteren ist es hierbei von Bedeutung, dass man erst einmal herausfindet, ob es sich überhaupt um Kleidermotten handelt, denn mitunter tun sich auch andere Materialschädlinge an der Kleidung gütlich. Ist die Kleidermotte noch ungefährlich für die menschliche Gesundheit, so sieht das Ganze bei anderen Schädlingen schon wieder völlig anders aus. Wer sich unsicher ist oder eine extrem große Population der Kleidermotten bekämpfen muss und mit den herkömmlichen Mitteln keinen Erfolg erzielen kann, der kann ebenfalls einen Schädlingsbekämpfer zu Rate ziehen, der genau weiß, wie er der Plage Herr wird.